Schwammstadt

Zertifikatslehrgang „Der Weg zur Schwammstadt – Stadtentwicklung in Zeiten des Klimawandels“

Zunehmend haben wir es mit starken Schwankungen bei Niederschlägen und Temperaturen zu tun. Diese zeigen sich in urbanen Sturzfluten sowie vermehrten und längeren Trockenperioden. In den Städten entwickeln sich zunehmend Hitzeinseln und es entstehen vermehrt Überschwemmungen, u.a. weil die Kanalisationen für diese veränderten Situationen nicht ausgelegt sind. Die zukünftige Herausforderung ist der sinnvolle Umgang mit diesen Extremen, bei dem das Konzept der Schwammstadt als entscheidender Faktor angesehen wird. Um die Effekte von Schwammstadtlösungen optimal zu nutzen, ist neben der Kenntnis der technischen Maßnahmen auch übergreifendes Wissen über das System des urbanen Wasserkreislaufes notwendig. Umfragen und Untersuchungen zeigen, dass vielen potenziellen Anwendern der Wissenstransfer in die Praxis schwerfällt, weil u.a. anwendbare Methoden zur effektiven Umsetzung und Integration in den Arbeitsalltag fehlen. Zudem braucht es mehr Unternehmen, die Städten und Gemeinden als Berater oder Produzent Lösungen und Hilfe anbieten. Und genau hier setzt der von der bayrischen Staatsregierung geförderte und für bayrische Unternehmen entwickelte Zertifikatslehrgang „Der Weg zur Schwammstadt – Stadtentwicklung in Zeiten des Klimawandels“ an. Einen entscheidenden Anteil am Kurs haben Wissensinhalte und Methoden rund um den Weg zu einer Service-/Produktidee und der anschließenden Umsetzung beim Anwender. Die Teilnehmer lernen neben theoretischen Inhalten in praktischen Übungen, wie man Marktmöglichkeiten unter Verwendung des eigenen Produkt-/Serviceportfolios identifiziert und was man auf dem Weg zum Angebot im Umfeld von Schwammstadtthemen beachten sollte.

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Projektdetails

Projektzeitraum
1 Februar 2022 — laufend
Schlagwörter
SpongeCityCapacityBuildingUrbanResilience
Status
completed

Projektübersicht

Zielsetzung Unter Einbezug des bayrischen Leitfadens „Wassersensible Siedlungsentwicklung“[1] erfolgt eine zielführende Weiterbildung für beratende und produzierende Unternehmen, um ein systemisches Verständnis von Wasserhaushalt und Stadtentwicklung zu vermitteln, so dass Kommunen und Städte bei der Entwicklung von Schwammstadt-Konzepten wirksam und nachhaltig unterstützt werden. Ziel ist es, die Komplexität der Schwammstadt nachvollziehbar aufzugreifen und umsetzungsbezogen zu behandeln. Dabei werden die meist für Großstädte entwickelten Konzepte auch zur Übertragung auf Mittel- und Kleinstädte betrachtet. Der besonderen bayrischen Kommunalstruktur wird so Rechnung getragen. Darüber hinaus werden Unternehmen befähigt, ihr eigenes Produkt- und Lösungsportfolio dahingehend zu prüfen, ob es bereits Bestandteil von nachhaltigen Schwammstadt-Konzepten ist bzw. werden kann/soll. Das wesentliche Lehrgangsziel ist es, Sie in die Lage zu versetzen, aus dem Themenfeld der Schwammstadt Ihre eigenen Leistungs-/Servicefelder zu identifizieren und am realen Beispiel eine erste Roadmap zu erstellen. [1] https://www.bayika.de/de/aktuelles/meldungen/2021-01-27_Neuer-Leitfaden-Wassersensible-Siedlungsentwicklung.php Ihre Vorteile Thema/Prozess/Komplexität Schwammstadt kennen und verstehen Wirksamkeit von Schwammstadtmaßnahmen kennen und verstehen Einordnung der eigenen Position in die Gesamtsystematik Schwammstadt Lernen am eigenen Vorhaben Wirksame Methoden zur Innovationsentwicklung kennenlernen Identifikation von Fördermöglichkeiten für eigene Vorhaben Identifikation/Anschluss an neue Märkte Netzwerke/Kontaktbörsen/Kooperationsmöglichkeiten identifizieren Produkterweiterung und Anpassung des Produktportfolios Inhalte Der Lehrgang richtet sich an Mitarbeitende von Unternehmen und Beratungsorganisationen aus Bayern (vorwiegend KMU), die sich für ein unternehmerisches Engagement im Feld der Schwammstadt interessieren (z.B. mit eigenen Produkten, Lösungen, Dienstleistungen). Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kommunalgesellschaften als GmbH sind teilnahmeberechtigt. Darüber hinaus können Vertreter von Kommunen-, Behörden- und Verbänden als Gast eines Unternehmens teilnehmen. Im Idealfall bringt der kommunale Kunde seine Problemstellung/sein Schwammstadtvorhaben als Übungsbeispiel mit, so dass das praktische Arbeiten weitaus anwendungsorientierter wird und damit die Umsetzungschance der Vorhaben erheblich steigt. Der Lehrgang ist für Fachexperten im Bereich Siedlungswasserwirtschaft, Stadtplanung, Architektur, Landschaftsplanung u. ä. sowie angrenzende Fachabteilungen konzipiert. Zeitplan und Veranstaltungsort Der Zertifikatslehrgang beginnt im November 2022 und wird 2023 vier Mal wiederholt. Jeder Durchlauf beinhaltet einen vollständigen Lehrgang. Teilnahmebedingungen für eine kostenfreie Teilnahme Für Mitarbeiter von Unternehmen aus Bayern ist der Kurs kostenfrei. Die Plätze sind begrenzt, ein Mindestkontingent ist den KMU vorbehalten. Interessierte Vertreter von Kommunen-, Behörden- und Verbänden haben die Möglichkeit, als Gast eines Unternehmens oder einer Beratungsorganisation kostenfrei teilzunehmen. Die Einladung erfolgt über das Unternehmen oder die Beraterorganisation. Kommunalorganisationen in Form einer GmbH dürfen direkt an diesem Kurs teilnehmen. Sprechen Sie uns an, wenn Sie hierzu Fragen haben. Anmeldung Per E-Mail: schwammstadt@hof-university.de Bitte geben Sie in Ihrer E-Mail den Wunschtermin an und nennen Sie uns mindestens einen Ersatztermin. Abschluss und Zertifikat Der Kurs umfasst 45 Unterrichtseinheiten á 45 Minuten und schließt mit einer Prüfung ab, die aus einer Transferaufgabe besteht. Zur Erlangung des Hochschulzertifikats ist eine Teilnahme an mindestens 80% des Kurses notwendig. Wer wir sind Die Forschungsgruppe „Wasserinfrastruktur und Digitalisierung“ Der Zertifikatslehrgang „Der Weg zur Schwammstadt – Stadtentwicklung in Zeiten des Klimawandels“ wird von Prof. Günter Müller-Czygan und seiner Forschungsgruppe „Wasserinfrastruktur und Digitalisierung“ entwickelt. Das Team setzt sich aus erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fachkompetenzen Wasser-/Abwasserwirtschaft, Engineering, Digitalisierung, Hydrologie, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen und Beratung/Coaching zusammen. Die Forschungsgruppe beschäftigt sich u.a. mit Verfahren und Methoden für einen effektiveren Gewässerschutz mittels dynamischer Kanalnetzbewirtschaftung, Boden als Wasserspeicher und Technologien/Methoden für die Schwammstadt. Hierbei steht die Effizienzsteigerung mithilfe der Digitalisierung genauso im Fokus wie die Entwicklung von Methoden für einen wirksamen Umsetzungstransfer. Dabei spielt die Digitalisierung von Betriebswissen zur Prozesssteuerung und zum Wissenserhalt eine wichtige Rolle.
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Diskussion zur Implementierung von Schwammstadtmaßnahmen in einem praktischen Planungsgebietes.

Projektgalerie

Förderung

Der Eu­ro­päi­sche So­zi­al­fonds (ESF) ist das wich­tigs­te In­stru­ment der Eu­ro­päi­schen Uni­on zur För­de­rung der Be­schäf­ti­gung in Eu­ro­pa. Er ver­bes­sert den Zu­gang zu bes­se­ren Ar­beitsplät­zen, bie­tet Qua­li­fi­zie­rung und un­ter­stützt die so­zia­le In­te­gra­ti­on. Der ESF macht Eu­ro­pa in Deutsch­land er­leb­bar.

Projektstandort

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